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Chronik des Theatervereins Kaifenheim e.V.        Stand: September 2004

 

 Das Laienschauspiel in Kaifenheim hat eine lange Tradition.

Hier wurde bereits Anfang der 20. Jahre mit dem Theaterspielen begonnen. Damals wurden u.a. Stücke aufgeführt wie „Der verlorene Sohn“ oder „Wilhelm Tell“.

 

Während des 2. Weltkrieges musste dann selbstverständlich mit dem Theaterspiel ausgesetzt werden.

Unmittelbar nach Kriegsende, bereits im Winter des Jahres 1945 wurde unter der Regie von Prof. Sievers und Pastor Berg das Stück „Christopherus“ aufgeführt. Dies war der Widerauftakt einer Reihe von Aufführungen, die bis zum Anfang der 60er Jahre jährlich folgen sollten.

 

Um nur einige zu nennen:

„Das Zeichen klingt, das Spiel beginnt“ (1946) Regie: Ewald Meiner
„Wolf v. Falkenstein, der Brudermörder“ (1946) Regie: Anton Meiner
„Das Grab in der Steppe“ (1950) "
„Die Zigeunerin von Rocca Valla“ (1951  zum 1. Mal) "
„Passionsspiel“ (1952  zum 1. Mal) "
„Die Geierwally“ (1953) "
„Passionsspiel“ (1958 zum 2. Mal) Regie: Pastor Braun 
„Der zerbrochene Krug“ (Anfang d. 60er Jahre) Regie: Lehrer Hans Brück

 

Organisiert und veranstaltet wurden die Theateraufführungen durch die damaligen Ortsvereine Sport- u. Tambourverein.

 

Leider ließen andere Interessen das alte Brauchtum bald wieder in Vergessenheit geraten, bis es schließlich im Jahre 1974 wieder aus seinem „Dornröschenschlaf“ erweckt wurde.

Der Möhnenverein übernahm die Organisation und so wurden in den folgenden Jahren bis 1991 unter der Regie von Maria Kaiser zahlreiche Stücke aufgeführt.

 

Am 10. Mai 1992 wurde der Theaterverein Kaifenheim e.V. in seiner bis heute bestehenden Form gegründet.

Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm seinerzeit Thomas Meiner.

Seit 1994 ist Waltrud Schmitt die Vorsitzende des Theatervereins.

 

Z.Zt. hat der Theaterverein 49 Mitglieder.

 

 Hier einige Beispiele der zahlreichen Theaterstücke, die in den vergangenen 30 Jahren regelmäßig aufgeführt wurden:
 

„Der Satan vom Brandnerhof“ (1974) Regie: Maria Kaiser
„Die Zigeunerin von Rocca Valla“ (1978 zum 2. Mal) “ 
„Mutter Magdalena“ (1982) “ 
„Die hölzerne Jungfrau“ (1983) “ 
„Die pfiffige Urschl“ (1984) “ 
„Das rotseidene Höserl“ (1986) “ 
„Zwei harte Nüss“ (1990) “ 
„ Eine fast sündige Nacht“ (1992) “ 
„Die Jungfernwallfahrt“ (1993) “ 
„Der Preisboxer“ (1994) Regie: Angelika Brink    
„Der Weiberputsch“ (1995) "
„Die Ledigensteuer“ (1996) Regie: Maria Freund
„Tante Trina“ (1997) "
„Der möblierte Herr“ (1998) "
„Kein Auskommen mit dem Einkommen“ (1999) "
„Familienkrach im Doppelhaus“ (2000) "
„Der ledige Bauplatz“ (2001) "
„Blaues Blut und Erbsensuppe“ (2002) "
„Der doppelte Moritz“ (2003) "
„Dreistes Stück im Greisenglück“ (2004) "

 

Wurden bis zum Jahr 1992 noch die aufgeführten 3-Akter in Hochdeutsch und die im Anschluss gespielten Einakter in Kaifenheimer Dialekt gespielt, so wurde beschlossen, ab 1993 alle zur Aufführung kommenden Theaterstücke ausschließlich in Kaifenheimer Dialekt zu spielen.

Ebenso wurde bereits im Jahre 1983 von der damaligen Laienspielgruppe beschlossen, nur noch Luststücke aufzuführen.

 

 

Im Rahmen eines Porträts über die Schriftstellerin Clara Viebig hat der Theaterverein 1992 in Zusammenarbeit mit dem Südwestfunk an einigen Filmaufnahmen mitgewirkt.

Anlass für die Zusammenarbeit war die Auslobung des Kulturförderpreises des Kreises Cochem-Zell im Jahre 1991. Als Preisträger wurde u.a. der Theaterverein ausgewählt.

 

 

Seit Mai 1998 ist der Theaterverein Kaifenheim e.V. Mitglied im

Landesverband Amateurtheater Rheinland-Pfalz e.V.

Text by: Mechthild Kaiser